Currently viewing the tag: "rentnerIn"

berlin, jürgen, lübeck, dahlem dorf, münchen

jürgen; 70; rentner;
“berlin ist eigentlich eine katastrophe!”, sagt der jürgen bißchen resignierend. recht glücklich ist er hier nicht. die unendlichen baustellen und der dreck nerven ihn gewaltig, aber es gebe auch schöne ecken – wie dahlem-dorf zum beispiel.
in münchen hat der jürgen mal gelebt – das war besser – aber seine familie hat ihn wieder hier her zurückgebracht.
“…und was passiert jetzt mit dem foto? dass das bloß nicht auf irgendwelchen internet sexseiten landet!”

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berlin, helga, wilmersdorf

helga; 70; hausfrau und rentnerin;
die helga wurde im brandenburgischen prignitz geboren. 1945 zog sie mit ihren eltern nach niedersachsen und seit 18 jahren lebt sie in wilmersdorf. ihr mann hatte beruflich hier viel zu tun, deswegen berlin.
sie schätzt das kulturelle angebot sehr, und auch wenn sie münchen gern mag, ist ihr das unkomplizierte hier lieber. “die berliner sind aber schon sehr ruppig, am anfang war das nervig, aber man gewöhnt sich dran und jetzt finde ich das liebenswert – man lernt ja auch schnell die richtigen antworten zu geben!”

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lydia, zürich, exkursion, portrait

lydia; 75; rentnerin;
die lydia hat ihr halbes leben in zürich verbracht.
vor 5 jahren ist sie und ihr mann nach ungarn gezogen, vor allem weil es hier zu teuer ist und die beiden von der rente besser leben wollen. sie ist sehr glücklich dort!
zu berlin hat sie eine ganz besondere und schmerzhafte beziehung.
eigentlich ist die lydia in ostpreußen geboren, musste fliehen und kam 1945 nach berlin, wo sie am anhalter bahnhof durch die bombenangriffe verschüttet wurde. traumatisiert kommt sie erst monate später wieder zu sich, im bayrischen wald. zusammen mit ihren eltern emigrierte sie in die schweiz. über die furchtbaren dinge hatte man danach nie mehr gesprochen.

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zürich, exkursion

franco; 86; rentner;
der berlinbezug wird sofort hergestellt, denn der franco wurde an der spree geboren! aufgewachsen ist er jedoch gleich in basel und seit 1967 ist zürich sein zuhause.
er ist auch recht glücklich hier: “zürich ist eine kleine, überschaubare stadt. man ist auch gleich draußen in der natur!” was ihm etwas fehlt, ist der humor der leute. der sei in basel ausgeprägert als hier.
in seine geburtsstadt kommt er hin und wieder zurück um seinen sohn zu besuchen, der am prenzlauer berg wohnt. er mag berlin, aber dort wohnen? das kann er sich nicht vorstellen.

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berlin, staaken, kersten, spandau

kersten; 51; frührentner;
staaken ist dem kersten seine heimat. hier ist er aufgewachsen und vor 3 jahren wieder zurückgekehrt. “es ist gediegen hier und man kann ohne geld zu haben gleich in der natur sein, eine ruhige ecke!”
genau das hat er wieder gesucht, nachdem er berlin 20 jahre lang nachts erlebt hat.
nach der wende hat er überall mal gewohnt und den einen oder anderen blödsinn gemacht. niemals vergessen wird der kersten den 9. november: “da sind wir sofort raus aus der disco und zur bornholmer gefahren. dieses feeling habe ich nicht wieder erlebt!”

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berlin, staaken, manfred, portrait, spandau

klaus; 62; rentner;
der klaus ist ur-spandauer. seit jeher lebt er in seinem staaken kiez.
“für einen rentner, wie mich, der eine körperliche behinderung hat, ist es optimal hier: alles hat man in der nähe und es ist überschaubar.”
an berlin schätzt er, dass es in vielen dingen unangepasst ist und ein unendliches kulturelles angebot bietet. “das gefühl alles zu haben, auch wenn man es nicht nützt, ist schön, wenn man will kann man ja, immer.”

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berlin, pankow, manfred, portrait

manfred; 73; rentner;
der manfred ist gebürtiger hallenser und seit 1985 ist berlin sein zu hause.
er war buchdrucker und in berlin gab es viel zu tun.
die öffentlichen verkehrsmittel findet er gut und man kann gut und günstig einkaufen.
den bürgermeister kann der manfred aber gar nicht leiden.
“wir brauchen jemanden der konstruktiv was weiter bringt und nicht einen der mit dem arsch am stuhl klebt – die party ist zu ende!”
auch dass in der ddr nicht alles mist war möchte er noch los werden: “wir wussten damals was morgen passiert, heute weiß man das nicht mehr und es gab eine ganz andere gemeinschaft. die leute haben sich gegenseitig viel mehr geholfen. bei einem hatten sie damals auf jeden fall recht, dass der kapitalismus böse ist!”

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berlin, wilmersdorf, karl, portrait

karl; 92; rentner;
“das ist meine geburtsstadt, hier habe ich gearbeitet und mein leben verbracht: ich will nirgendwo anders hin!” der karl ist in charlottenburg aufgewachsen und jetzt lebt er in wilmersdorf.
früher war er immer mit dem fahrrad unterwegs, jetzt fährt er mit den öffentlichen verkehrsmitteln: “das klappt auch verhältnismässig gut”, sagt er.
urlaub macht der karl auch gern – nordsee, ostsee, westerwald, österreich und so weiter – aber er freut sich dann immer schon wieder auf’s nachhause kommen!
was ihm an berlin nicht gefällt: wenn autos angezündet werden und die verschmutzung.

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barbara, wien, berlin

barbara; 63; rentnerin;
die barbara kommt aus klosterneuburg nahe wien, und ist zum ersten (und sicher nicht zum letzten) mal in berlin. “von eurer ungezwungenen und freundlichen lebensart können sich die ewig raunzenden wienerInnen was abschauen. die beislszene ist fantastisch. kenne keine lokale in wien, in dem punks ein gesundes und wohlschmeckendes essen zubereiten und dafür nur 2 euro nehmen…”

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liselotte, mitte, friedrichshain, berlin

liselotte; 84; rentnerin;
die oberlausitzerin ist in berlin seit 1953 zu hause. sie war angestellte im ministerium für hoch- und fachschulwesen. 20 jahre lang lebte sie in der karl marx allee und seit 1975 in der nähe von der jannowitzbrücke.
die liselotte ist sehr glücklich in berlin, am meisten gefällt ihr, dass sie gar kein auto braucht, denn sie hat bus, s-bahn und u-bahn direkt vor der haustür. auch die berliner mag sie und lacht: “obwohl ich kaum “echte” kenne sind sie offen, ehrlich und meckern auch gern, aber wer macht das nicht heutzutage!”
enttäuscht ist sie, dass zu wenig für den allgemeinen bürger bzw. wohnungsbau getan wird. “die mieten steigen, es kommen viele reiche, die von zuhause schon viel mitbekommen haben und kaufen einfach wohnungen. das kann sich unsereiner, der sich alles alleine erarbeiten musste nicht leisten.”

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