berlin, friedrichshain, ralf, rigaerstraße

ralf; 63; nachtwächter;
der ralf ist im prenzlauer berg aufgewachsen und seit 20 jahren in f’hain zuhause.
seine eltern und er waren nur kurz im westen vor der mauer, da die oma aber im osten geblieben ist, sind sie 1959 wieder zurück.
der ralf nennt sich schon “letzter mohikaner” in seinem kiez – entweder sind seine alten freunde schon verstorben oder mussten wegziehen wegen den steigenden mieten. “man kann sich das hier kaum noch leisten – vor allem für die rentner ist das ein großes problem, das ist ein wahnsinn wie mit denen umgegangen wird. alles ist nur noch kommerz, es geht nur ums geld!” für die zukunft erhofft er sich, dass wenigstens die grünanlagen bleiben werden, doch sein resignierender blick lässt nicht viel hoffnung vermuten.
über so manch zugezogenen muss der ralf sich auch ärgern: “es gibt da so einen bayern in meinem stammcafe um’s eck, der jammert ständig über die niedrigen löhne in berlin, und dass sie den ganzen osten saniert und wieder aufgebaut haben. da bekomm ich so einen hals! …dann soll er halt wieder abhauen, wenn es ihm hier nicht gefällt!”

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berlin, charlottenburg, acab

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berlin, friedrichshain, marie

marie; 23; illustratorin;
zum studieren ging’s nach berlin und hier ist sie hängen geblieben.
die marie mag die leute und zwar die vielen leute die hier leben und einfach sie selbst sind. sie ist vor allem im osten unterwegs: “es gibt kaum prestigegedanken, statussymbole und ganz generell weniger gesellschaftliche zwänge – man kann auch mit 50 in einer wg wohnen und das ist ok!” sie lebt im friedrichshainer nordkiez, und das ist gut so: “kreuzberg ist zu hip, lichtenberg braucht noch ein wenig und in prenzlauer berg gibt es zu viele muttis!”

 

berlin, mitte, bnd

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berlin, prenzlauer berg

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berlin, köpenick, antje, filmfabrik

antje; 42; it-prozessberaterin;
die antje ist in köpenick groß geworden und hat berlin in richtung offenburg und wien verlassen. seit 1,5 jahren ist sie wieder zurück – in köpenick. ihre familie lebt auch noch immer hier und die wollte sie wieder in ihrer nähe haben. einen steinwurf entfernt wohnen ihre eltern im salvador-allende-viertel: “sie wohnen dort seit 1972, immer am selben platz, unvorstellbar eigentlich!”, lacht sie und meint, dass sie dort nicht mehr leben möchte.
aber nicht nur die familie sondern auch die gelebte offenheit in berlin hat sie wieder nach hause gebracht.

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berlin, revalerstraße, raw gelände

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berlin, köpenick, annemarie

annemarie; 80; rentnerin;
die annemarie kam 1935 zur welt und mit grad 3 jahren zog sie mit ihren eltern nach berlin – ihr vater hatte hier arbeit gefunden. sie war von anfang an in köpenick zu hause und hat als laborantin an der akademie der wissenschaften gearbeitet. eigentlich ist sie jetzt immer hier in ihrem kiez, früher ist sie aber auch manchmal mit der bahn nach potsdam gefahren. “ich habe alles hier was ich brauche – grad bin ich auf dem weg zum herzsport!” die annemarie ist glücklich, dass sie hier alt werden kann. “alles ist in ordnung, jo!”

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berlin, spandau, platte, plattenbau, staaken

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berlin, benno

benno; leicht über 50; schlägt sich so durch als 1,50€ jobber;
der benno ist urneuköllner und grad fällt ihm etwas resignierend auch nur die gentri-geschichte zu seiner heimat ein. “schillerkiez, fressmeile herrfurthstraße, der rest sieht noch immer scheiße aus. ich hoffe ich kann in 10 jahren noch die miete zahlen, das haus in dem ich wohne wurde auch schon verkauft…”

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