berlin – der francisco

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francisco; 34; lehrer; richardplatz; 25.1.2021;
“ich bin spanier und seit 8,5 jahren in berlin zu hause. ursprünglich bin ich wegen des studiums gekommen, aber wie das dann so ist: ist man einmal in berlin, will man nicht mehr weg!
bis dezember bin ich persönlich ganz gut durch die pandemie gekommen, dann musste ich aber weihnachten zum ersten mal hier verbringen…da hat mir das familiäre umfeld schon sehr gefehlt. gleichzeitig erwarten wir aber auch unser erstes kind in den nächsten wochen, also so schlimm war’s dann eigentlich gar nicht.
richtig kritisch ist die situation auf arbeit. ich unterrichte an einer brennpunktschule. die schüler trifft es wirklich hart. viele haben kein internet oder computer, die regelungen ändern sich ständig, kontakt zu halten bzw. online meetings mit ihnen zu organisieren ist sehr schwierig. die digitalisierung im bildungsbereich wurde komplett verschlafen. man muss ja fast sagen, dass sich positiverweise wegen corona da jetzt vieles ändert, aber natürlich eben viel zu spät. die leidtragenden sind leider vor allem die kids, das ist fatal!”