Currently viewing the tag: "neukölln"

berlin, katja, mitte

susanne; 57; auf umschulung;
die susanne ist urberlinerin und leider alles andere als zufrieden mit ihrer aktuellen situation. sie hat in schöneberg und tegel gelebt – vor 3 jahren musste sie nach neukölln umsiedeln. nachdem ihr mann starb und ihr kind auszog konnte sie alleine die wohnung nicht mehr halten und musste raus. was bezahlbares hatte sie nur hier finden können.
“die umstellung ist noch immer schwierig, alles ist anders: leute, nachbarschaft, auf einen arzttermin muss ich 3 monate warten und es gibt keine jobs. ich hasse die hohen mieten und die niedrigen löhne! …aber muss ja.”

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berlin, neukölln, portrait

gisela; 78; rentnerin;
die gisela ist eine urneuköllnerin. nur während des kriegs lebte sie mit ihrer familie in niedersachsen. ihr lieblingsort ist der körnerpark. “es gibt keinen grund von hier wegzuziehen, ich habe fast mein ganzes leben hier verbracht, viele bekannte, ja mein ganzes umfeld lebt hier. das ist mein kiez!” von der offenheit und direktheit der berliner ist sie immer hin und weg, die niedersachsen sind viel sturer meint sie zum beispiel.
aus der ruhe bringt sie nur selten etwas, das sind dann meist nur kleinigkeiten, wie beschmierte hauswände: “…wenn schön und es was bedeutet ist das ja ok, aber oft sind das halt nur so kritzeleien.”

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Neukölln, Kneipe, Berlin, Hund

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berlin, jürgen, portrait, neukölln, spandau, union

jürgen; 50; arbeitslos;
der jürgen ist gebürtiger spandauer. er lebte mal im märkischen viertel und nach der wende in köpenick. seit 10 jahren ist er in neukölln zuhause. das hatte sich einfach so ergeben. er war alkoholiker und in der hermannstraße hat er eine “trockene wg” gefunden.
“es ist alles locker hier und die leute sind gemischt, alles super – aber es gibt natürlich hoch und tiefs.” was der jürgen jedoch in den letzten jahren hier festgestellt hat: die jugendlichen werden aggressiver, zum beispiel in der hasenheide – “da muss man in der nacht schon aufpassen, auch als mann!”
einer seiner lieblingsorte ist die alte försterei in köpenick: “ich bin zwar auch hertha fan, aber dort macht es mehr spaß!”

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berlin, ruth, nürnberg, neukölln

ruth; 60; rentnerin;
mit 6 jahren, 1962, kam ruth mit ihren eltern nach berlin.
sie lebten zuvor in nürnberg – der vater war regierungsdirektor und wurde in die hauptstadt versetzt. in steglitz hatte sie eine tolle kindheit und jugend genossen, wenngleich darauf ein 20 jähriges intermezzo in schleswig-holstein folgte. seit 2002 ist sie wieder in berlin, genau genommen hat die ruth eine wohnung in der weißen siedlung in neukölln gefunden.
nur fühlt sie sich seit der rückkehr immer weniger wohl hier, vor allem in den letzten 5 jahren hat sich vieles zum nachteil verändert. “die leute hier im haus, die ich am anfang kennen gelernt hatte, sind fast alle weg. diejenigen die hartz4 bekamen mussten in die gropiusstadt oder nach britz ziehen, weil hier die wohnungen zu groß waren. mit den neuen nachbarn gibt es viele probleme – komasaufen, fast täglich ist die polizei hier, jugendgangs die schutzgeld verlangen!”
am anfang hatten sie in der siedlung noch feste und flohmärkte veranstaltet und es gab ein miteinander. das existiert jedoch nicht mehr. das gebäude hatte auch früher der stadt gehört, die hat es dann verkauft: “alles verlottert hier, niemand kümmert sich um etwas.”
trotz dieser tristesse ist sie guten mutes und ist froh über die gesellschaft ihres wellensittichs und hundes – ihr bruder wohnt auch nicht weit weg – aber einen plan für die zukunft hat sie schon: im fernsehen hat sie etwas über eine senioren-wg auf einem bauernhof am land gesehen, da hat sie sich jetzt um ein zimmer beworben, dort will sie hin.

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berlin, neukölln, georg, portrait

georg; 32; filmemacher, komiker, politiker und privatgelehrter;
der georg kommt aus karlsruhe und lebt seit 9 jahren in berlin. es ist sein zu hause, aber irgendwie fühlt er sich trotzdem auch als wäre er auf urlaub.
“die stadt kann einen fertigmachen, zieht einen wieder hoch blablabla, massenweise möglichkeiten, dadurch eine leichte tendenz zur beliebigkeit. wahrscheinlich ist berlin die provinziellste weltstadt der welt, glaube ich, ich kenne nur diese!”
ja und sonst so: “ich will nicht einer von haufenweise zugezogenen daueradoleszenten kreativ-idioten sein, aber ich bins, und gebe nur ungern zu, dass mir das gefällt.”

wer den georg als komiker und sein open mic sehen will hat ab übermorgen, fr. 10.1, wöchentlich die chance dazu >>>

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berlin, rixdorf, harriet, portrait

harriet; 22; studentin;
die harriet ist münchnerin und studiert seit fast 2 jahren an der fu berlin. sie ist total glücklich, auch wenn sie gleich kritisch hinzufügt, dass sie automatisch teil der gentrifizierung ist.
“berlin ist ein mikrokosmos, der alles auf einmal hat!”, sagt die harriet.
die spätikultur findet sie ganz besonders herrlich.

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christoph, bauchhund, berlin, rixdorf

christoph; 54; künstler und galerist;
der christoph ist seit 1978 berliner. viele ecken der stadt hat er schon bewohnt. aber nach kreuzberg, schöneberg, am körnerpark und so weiter ist er seit 2001 in rixdorf sesshaft geworden. berlin ist für ihn ganz klar der nabel der welt – ein tolles experimentierfeld, man ist frei, nicht alles ist kommerzialisiert und jeder schüttelt seine ideen raus.
so, und ein zitat möchte er los werden, von dem herrn marc degens: “kunst lieben heißt kunst kaufen!”
“…für ein gutes bier zahlt man ja auch!”

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berlin, neukoelln, kebap hütte

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tilman, rixdorf, berlin

…wir sind wieder zurück aus amsterdam und weiter geht’s mit tilmans
berlin geschichte!

tilman; 29; online management;
“berlin ist ein bisschen sowas wie eine neue heimat.
als ich 1999 das erste mal hier war, hatte ich sofort das gefühl,
ich müsste hier irgendwann mal leben.
die menschen waren offen, etwas rauh, aber das kannte ich ja von daheim,
und außerdem hatten sie eine herzliche freundlichkeit, die, wenn sie
denn mal zum vorschein kam, wenigstens ernst gemeint war.
was andere an großen städten hassen, die anonymität, die ‘scheiß drauf’
mentalität, das war das was ich suchte. stuttgart ist, in vielen dingen,
mehr oder minder ein dorf, und wenn sich hier jemand über die prenzlberger
schwaben aufregt, muss ich in der regel leicht schmunzeln: die leute hier
haben keine ahnung, wie krass das schwabenländle wirklich ist.
sonst ist berlin einfach nur schön wegen seiner vielfalt, und der tatsache,
dass hier soviel verschieden lebensweisen, kulturen und menschen
nebeneinander existieren können, ohne sich permanent gegenseitig anzupissen.
manchmal könnte man sich darüber ärgern, dass nicht genug austausch
stattfindet, aber ich denke, das menschen auch eine art rückzugsort brauchen,
in dem sie sich in erster linie daheim fühlen.
interaktion und austausch ist dann vielleicht das letzte was man will.
auf gewisse weise bin ich natürlich auch in berlin wieder im dorf, genauer,
im ‘rix-dorf’ gelandet. hier kennt sich halt auch jeder und man kann kaum
einen schritt gehen, ohne jemanden über den weg zu laufen, den man kennt.
aber das schöne ist halt, dass die große weite welt direkt vor der haustür
liegt. eine station mit der s-bahn und du bist wo, wo dich keine sau kennt
und kannst machen was dir gefällt. das ist so ungefähr die freiheit die ich
immer gesucht habe. und in berlin habe ich sie gefunden.”

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