berlin – der horst

horst; 51; rentner;
der horst ist lungenkrank und kann nicht mehr arbeiten. er hat sich immer so durch’s leben geschlagen, zu d-mark zeiten hat das ganz gut geklappt, sagt er. ohne schulabschluss hat er sich hier und da handwerklich alles mögliche angelernt, am liebsten aber hat er eigentlich immer gemalt und gezeichnet. “das mochte ich wirklich – hab aber schnell gemerkt, dass das eine brotlose kunst ist, noch dazu gibt’s schon so viele künstler.”
seit 18 jahren lebt er an der sonnenallee. “jetzt ist das hier der mittelpunkt, so viele neue cafes, imbisse, schon fast zu viel – auf der einen seite ist das ja schön, aber mit der kommunikation wird’s da wegen den vielen zugezogenen schon schwierig, naja aber mit händen und füßen geht das auch!”
was sich der horst wünscht: mehr werkstätten für jugendliche, damit die weg von der straße kommen.