berlin – der henry

henry; 64; rentner;
“ich hab 47 jahre als maler gearbeitet, bin in berlin rumgekommen und hatte spaß gehabt. das ganze war zwar ein zufall. ich bin als jugendlicher radrennen gefahren, unser trainer hatte einen malerbetrieb und so bin ich da reingerutscht.
am liebsten sind wir früher ins theater gegangen. das schaffen wir leider kaum noch seit dem meine mutter verstorben ist. unsere liebe tochter ist behindert und sie hatte dann auf sie aufgepasst – ich denke wir machen das alles ganz gut, man muss halt damit leben.
seit 1975 sind wir schon in neukölln, viele junge leute kommen jetzt hier her – das ist super, viel besser als wären nur alte wie wir da! zum glück haben wir aber noch einen guten mietvertrag, wahrscheinlich auch wegen unserer tochter – da kommen die nicht ran. die nachbarwohnung wurde grad für 440000€ verkauft…”