behrous; 64; künstler; frobenstraße; 19.7.2025;
“ich bin seit knapp 40 jahren in berlin – davor persien, paris, mittelamerika. ich bin viel rumgekommen. aber berlin ist geblieben.
die beste zeit war damals, vor der wende. ein bisschen gemütlicher. savignyplatz, ku’damm, kreuzberg – das war unser radius. eine gemütliche gruppe von studenten und intellektuellen. man hatte kein geld, aber man konnte sich trotzdem schön amüsieren. das war wichtig. heute ist das anders. mit 20 euro kommst du nicht mehr weit. alles ist teurer geworden – und nicht nur das.
ich bin selbst ausländer, komme aus persien. ich hatte glück damals – ich war student, hatte kontakte, konnte einfach genießen. aber integration war immer ein problem in berlin. angela merkel hat da nicht viel gemacht. und das sieht man heute. viele kommen ohne sprachkenntnisse, ohne bildung – und dann kommst du nicht weiter. sprache ist der erste schlüssel. bildung ist der zweite schlüssel. das kann ich nur immer wieder sagen.
was mich wirklich beschäftigt, ist die drogenszene hier. ich kenne/kannte leute – und auf einmal liegen sie auf der straße. eine junge frau aus ungarn, vor vier jahren nach berlin gekommen. es hat nicht mal ein paar monate gedauert. die legalisierung hat es noch schlimmer gemacht, jedenfalls für die jugendlichen.
ich wünsche mir ein bisschen frieden für diese menschen – und eine richtige politik für uns und die stadt.”




