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Brunnenstraße, Berlin, Gentrification, Squat

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berlin, michael, prenzlauer berg

michael; konzepter im onlinebereich und instagrammer;
“nach berlin zu kommen war eigentlich immer klar!” der michael ist in der hannoveraner gegend aufgewachsen und lebt seit 11 jahren fix in berlin. damals gab’s natürlich das studium als grund aber viel mehr noch das berlin als zentrum der elektronischen musik. schon 94 war er zum ersten mal hier: die clubs…
in all den jahren hat der michael natürlich auch die rapiden veränderungen, die das aufregende der stadt mit sich bringen, nicht ausgeblendet. “alles wird glatt gebügelt und teurer. eine wahrliche immo-goldgräberstimmung macht sich seit jahren in berlin breit – aber trotz gentrifizierung, hat man noch immer mehr freiheiten als anderswo und dieser bestimmte geist berlins, ein hauch von anarchie, ist noch immer da.”

berlin, kathrin, kreuzberg

kathrin; 35; pharmareferentin;
die kathrin ist in berlin aufgewachsen und lebt mit ihrer familie in kreuzberg. eigentlich würden sie mit dem kind gern in eine größere wohnung ziehen und im kiez bleiben, aber das ist ein ding der unmöglichkeit. “für ein etwas größeres zuhause müssten wir hier nun ca. das 3-fache an miete bezahlen! berlin entwickelt sich in richtung münchen und die urberliner werden aus der stadt verdrängt – das ist sehr traurig!”

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berlin, rixdorf, harriet, portrait

harriet; 22; studentin;
die harriet ist münchnerin und studiert seit fast 2 jahren an der fu berlin. sie ist total glücklich, auch wenn sie gleich kritisch hinzufügt, dass sie automatisch teil der gentrifizierung ist.
“berlin ist ein mikrokosmos, der alles auf einmal hat!”, sagt die harriet.
die spätikultur findet sie ganz besonders herrlich.

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carlo, friedrichshain, berlin

carlo; 28; sozialpädagoge;
der carlo lebt seit letzten herbst in berlin.
jetzt über den sommer geht’s jedoch wieder zurück in seine alte heimat
livorno, wo er der familie im restaurant hilft.
es gibt aber einige dinge die ihn wieder nach berlin zurück
kommen lassen, wenn es hier wieder grau wird:
der carlo mag die weitläufigkeit, die unzähligen grünen ecken
und den vielen platz seine freizeit kreativ zu genießen –
das alles noch belebt von jungen menschen aus der ganzen welt,
findet er perfekt.
schwieriger wird’s dann eben dem wetter zu trotzen.
er schneidet aber auch das thema gentrifizierung an, die daraus
entstehenden sozialen probleme und generell wie schwierig es ist eine
arbeit zu finden, die jedem für’s leben reicht und fair bezahlt ist.

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alexander, s-bahnhof tempelhof, ringbahn special, portrait, berlin, fotokunst

alexander; 28: wissenschaftlicher mitarbeiter;
der alexander lebt seit einem jahr in berlin. er kam wegen
einem jobangebot, aber er hatte auch lust auf die stadt.
“ich hatte so ein persönliches städte-ranking, da war berlin
ganz weit oben!”
…und schön leben lässt’s sich hier:
“alles ist unglaublich lebendig, noch bezahlbar,
man kann an sehr vielem teil haben und berlin ist obendrein
noch total grün.”
auch die bvg findet er 1a und kann den unmut vieler nicht
nachvollziehen. was er jedoch gar nicht mag:
kiezpatriotismus und wie die gentridebatte geführt wird:
“leute die vor 4-5 jahren nach berlin gekommen sind,
den kiez hübsch gemacht haben und sich heute über
gentrifizierung aufregen, wobei sie selbst gar nicht
betroffen sind, nerven mich! die menschen, die es wirklich
betrifft, haben keine lobby, und die hört man leider kaum!”

der martin, getroffen und kennen gelernt in wedding, humboldthain

martin; 49; koch;
der martin kommt eigentlich aus bielefeld
und ist seit 1981 in berlin zuhause.
“ach, da gab’s 1000 gründe um hierher zu kommen,
wie zum beispiel vor der musterung abzuhauen
und häuser zu besetzen.”
mittlerweile ist er schon 24 mal umgezogen und
kennt die ecken seiner stadt!
was ihn nervt, sind die steigenden mieten,
die ganze gentriwelle, die sich auf berlin stürzt.
“da hatte man den linkesten senat den man hier wählen kann,
und dennoch passieren all diese sachen…”

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simea; 28; holzbildhauerin;
lena; 29; holzbildhauerin;
die beiden schweizerinnen leben seit einigen jahren in Berlin.
zu beginn hatten sie ihre werkstatt am prenzlauerberg,
dann ging’s nach neukölln, und bald weiter nach lichtenberg.
ihnen gefällt hier die illusion eines nicht gentrifizierten kiezes
und deren wunderschönen anfänge.
was ihnen nicht gefällt: harry gerlach.

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matthias; 28; student;
an berlin mag der matthias den puls und die bewegung, das spiel
und die ehrliche masquerade. was ihm weniger gefällt ist das wüten
der gentrifizierung, doch da möchte er auch gleich vorsichtig sein,
denn er ist auch, wie er sagt, nur einer der hergezogenen.
und dennoch hat er hier stets das gefühl mit einer aufgewärmten
warmherzigkeit aufgenommen zu werden. “so ist das halt.”

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