berlin – der david und der christian

david; 35; arbeitslos;
christian; 33; arbeitslos;
“wir waren grad beim chinesen essen und jetzt genießen wir hier draußen noch die sonne und ein paar bierchen!” christian ist hier in marzahn zuhaus und david kommt ihn oft aus köpenick besuchen – oder eben umgekehrt. “in den 90ern war hier noch grüne wiese, dann wurde hier mächtig gebaut, aber das hat man ja überall, am alex haben sie grad den park weggeknallt und noch ein shoppingcenter hingesetzt. die leute werden ja richtig genötigt von einem laden zum anderen zu laufen – freiraum zum chillen gibt’s da keinen mehr. schade drum, da fühlt man sich nicht mehr willkommen!” der david sieht das genauso und lacht resignierend: “man muss es nehmen wie es ist! alles wird eben auch teurer!
ich würd mir für berlin wünschen, dass das nachtleben weitgehend friedlich bleibt. letztens in hellersdorf war ich mit kumpels trinken, auf dem nachhause weg, schon recht angeheitert, habe ich von jugendlichen eine auf die nase bekommen und bin ausgeraubt worden. ich hoff das bleibt eine ausnahme.”