bariye; 18; azubi-köchin;
die bariye liebt die freiheit hier und dass jeder etwas zu sagen hat!
sie lebt seit 9 jahren in wedding und kommt eigentlich
aus bulgarien. ihr kiez ist die voltastraße:
“hier leben viele religionen zusammen und die leute
sind sehr nett!”
das einzige was sie nervt, sind die gleichaltrigen:
“viele haben ein problem mit dem alk und sind nicht
die freundlichsten – da bin ich lieber mit älteren zusammen!”
uilli; 27; jongleur;
der uilli ist grad seine freundin besuchen,
die in berlin lebt. er selbst kommt aus der nähe
von bologna und fühlt sich in einer großen stadt eigentlich
gar nicht sehr wohl. zu viele menschen, am ende ist jeder
bloß ein kleiner punkt, sagt er.
am liebsten ist er am land, irgendwo in der natur.
thomas; 29; student;
der thomas lebt seit jeher am prenzlauer berg.
die enormen veränderungen dort sieht er entspannt,
“veränderung gehört dazu und ist sowieso ein grundattribut berlins.”
was er besonders an seiner heimat mag:
> den unverblühmten rohen charakter der stadt – sehr charmant!
> das zentrum ist zersplittert – jeder kiez beherbergt einen
anderen menschenschlag.
was nervt:
> s-bahn chaos
marion; 43; köchin;
patricia; 17; schülerin
die beiden waren grad beim arzt in f’hain
und fahren jetzt wieder zurück in ihren heimatbezirk wedding.
dort sind sie jedoch gar nicht glücklich. die patricia
findet’s blöd in ihrem kiez – da gibt’s so viele
aggressive leute, sagt sie. “wir wohnen im erdgeschoss, da gehen
schon mal die fenster kaputt. die schmeißen mit steinen und müll.”
lieber würden sie eigentlich nach f’hain ziehen.
“da hat man alles, auch mehr angebot beim einkaufen und kürzere wege.”
diana; 35; unternehmensberaterin;
die diana ist in münster geboren und kam 2005 nach berlin.
sie liebt die stadt, ihre diversität, die unterschiedlichen
leute, die sich hier sammeln. “jeder darf sein wie er will!”
wohnen tut sie in mitte, aber der coolste bezirk sei
für sie kreuzberg.
“nerven tun nur die vielen baustellen, da kann es oft richtig
schwierig werden mit dem kinderwagen. ja, und auch
die vielen obdachlosen, neulich ist einer bei uns ins
treppenhaus gezogen, den wären wir fast nicht mehr los geworden.”
martin; 49; koch;
der martin kommt eigentlich aus bielefeld
und ist seit 1981 in berlin zuhause.
“ach, da gab’s 1000 gründe um hierher zu kommen,
wie zum beispiel vor der musterung abzuhauen
und häuser zu besetzen.”
mittlerweile ist er schon 24 mal umgezogen und
kennt die ecken seiner stadt!
was ihn nervt, sind die steigenden mieten,
die ganze gentriwelle, die sich auf berlin stürzt.
“da hatte man den linkesten senat den man hier wählen kann,
und dennoch passieren all diese sachen…”
lukas; 20; student;
der lukas lebt in wedding, für ihn der aufblühende ast berlins.
“es ist authentisch hier, nicht so szenemässig wie prenzlauerberg zum beispiel!”
nerven tun den lukas die bvg, bullen und dass das tacheles wahrscheinlich
geschlossen wird.
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