Currently viewing the tag: "portrait"

berlin, jürgen, lübeck, dahlem dorf, münchen

jürgen; 70; rentner;
“berlin ist eigentlich eine katastrophe!”, sagt der jürgen bißchen resignierend. recht glücklich ist er hier nicht. die unendlichen baustellen und der dreck nerven ihn gewaltig, aber es gebe auch schöne ecken – wie dahlem-dorf zum beispiel.
in münchen hat der jürgen mal gelebt – das war besser – aber seine familie hat ihn wieder hier her zurückgebracht.
“…und was passiert jetzt mit dem foto? dass das bloß nicht auf irgendwelchen internet sexseiten landet!”

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berlin, patricia, grunewaldsee, wilmersdorf, charlottenburg

patricia; 47; krankenpflegerin;
die patricia kommt aus dessau. 1989 wurde sie kurz vor der wende noch ausgebürgert und kam so nach west-berlin. vielen ihrer freunde, die politisch aktiv waren, erging’s genauso.
zuerst kreuzberg, dann westend und jetzt steglitz. in den osten ist sie danach nicht mehr zurück. “dusche am gang und ofenheizung – dem konnte ich nichts mehr abgewinnen. da kamen dann all die leute aus koblenz usw…die fanden das gut!”
nun ist es halt so: besser feiern im osten, ruhiger wohnen im westen.

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berlin, ursula, weißensee

ursula; 44; gesangslehrerin;
konstanz > leipzig > berlin
seit 2 jahren lebt die ursula in berlin – ihr neues zuhause hat sie in weißensee gefunden, in einer kleinen wagenburg. “es war an der zeit leipzig zu verlassen, meine freunde sind hier und das gefühl passt!”
sie genießt die große freiheit, sie kann so sein wie sie will und es gibt auch genug möglichkeiten sich zurückzuziehen. so ganz generell: die ursula ist ost-berlin fan.

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berlin, adriano, dahlem

adriano; 16; schüler;
seit 3 jahren lebt der adriano in dahlem – angola war seine alte heimat.
er mag berlin sehr. er ist gern in mitte unterwegs oder trifft sich mit seinen freunden zum fußball spielen oder playstation zocken. klar, das kalte wetter nervt, aber das ist schon das einzige was ihn manchmal aus der ruhe bringt. ganz toll findet er die guten zukunftsaussichten, die man hier haben kann!

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berlin, marcel, wilmersdorf

marcel; 19; koch;
“in berlin gibt’s viel mehr zu tun als im kaff, das ist ganz klar – jede woche kannst du was anderes machen!”, sagt der marcel. er ist viel in charlottenburg unterwegs und neben seiner arbeit als koch in einer kita, oft mit seinen kumpels am fußballplatz kicken. er findet, dass die stadt viel tut um den kids eine gute zukunft zu ermöglichen.
gar nicht leiden kann er all die penner, die rumpöbeln und die vielen heroin junkies.

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berlin, helga, wilmersdorf

helga; 70; hausfrau und rentnerin;
die helga wurde im brandenburgischen prignitz geboren. 1945 zog sie mit ihren eltern nach niedersachsen und seit 18 jahren lebt sie in wilmersdorf. ihr mann hatte beruflich hier viel zu tun, deswegen berlin.
sie schätzt das kulturelle angebot sehr, und auch wenn sie münchen gern mag, ist ihr das unkomplizierte hier lieber. “die berliner sind aber schon sehr ruppig, am anfang war das nervig, aber man gewöhnt sich dran und jetzt finde ich das liebenswert – man lernt ja auch schnell die richtigen antworten zu geben!”

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lydia, zürich, exkursion, portrait

lydia; 75; rentnerin;
die lydia hat ihr halbes leben in zürich verbracht.
vor 5 jahren ist sie und ihr mann nach ungarn gezogen, vor allem weil es hier zu teuer ist und die beiden von der rente besser leben wollen. sie ist sehr glücklich dort!
zu berlin hat sie eine ganz besondere und schmerzhafte beziehung.
eigentlich ist die lydia in ostpreußen geboren, musste fliehen und kam 1945 nach berlin, wo sie am anhalter bahnhof durch die bombenangriffe verschüttet wurde. traumatisiert kommt sie erst monate später wieder zu sich, im bayrischen wald. zusammen mit ihren eltern emigrierte sie in die schweiz. über die furchtbaren dinge hatte man danach nie mehr gesprochen.

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luzius, zürich, exkursion, portrait

luzius; 53; crêpière;
der luzius lebt seit eh und je in zürich. er liebt den see und die berge rundherum.
“…das ergibt eine fantastische weitsicht – das ist das beste!
man muss unbedingt auf den uetliberg rauf, von dort siehst du über alles hinweg!”
seine mitmenschen, die züricher seien für etwas ganz besonders bekannt, sagt er: nämlich für ihre große klappe – aber er kommt dennoch mit allen gut aus.
das einzige was ihn wirklich stört: alles wird zugebaut, zu wenig lebensraum.

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berlin, staaken, kersten, spandau

kersten; 51; frührentner;
staaken ist dem kersten seine heimat. hier ist er aufgewachsen und vor 3 jahren wieder zurückgekehrt. “es ist gediegen hier und man kann ohne geld zu haben gleich in der natur sein, eine ruhige ecke!”
genau das hat er wieder gesucht, nachdem er berlin 20 jahre lang nachts erlebt hat.
nach der wende hat er überall mal gewohnt und den einen oder anderen blödsinn gemacht. niemals vergessen wird der kersten den 9. november: “da sind wir sofort raus aus der disco und zur bornholmer gefahren. dieses feeling habe ich nicht wieder erlebt!”

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berlin, neukölln, georg, portrait

georg; 32; filmemacher, komiker, politiker und privatgelehrter;
der georg kommt aus karlsruhe und lebt seit 9 jahren in berlin. es ist sein zu hause, aber irgendwie fühlt er sich trotzdem auch als wäre er auf urlaub.
“die stadt kann einen fertigmachen, zieht einen wieder hoch blablabla, massenweise möglichkeiten, dadurch eine leichte tendenz zur beliebigkeit. wahrscheinlich ist berlin die provinziellste weltstadt der welt, glaube ich, ich kenne nur diese!”
ja und sonst so: “ich will nicht einer von haufenweise zugezogenen daueradoleszenten kreativ-idioten sein, aber ich bins, und gebe nur ungern zu, dass mir das gefällt.”

wer den georg als komiker und sein open mic sehen will hat ab übermorgen, fr. 10.1, wöchentlich die chance dazu >>>

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