Currently viewing the tag: "portrait"

berlin, ümit, kreuzberg, neukölln

ümit; 29; qualitätskontrolleur;
ümit ist frisch gebackener papa und gerade nach neukölln gezogen. “ich bin in kreuzberg aufgewachsen, das ist eigentlich mein bezirk, aber als alleinverdiener war es unmöglich für uns und dem nachwuchs eine größere wohnung dort zu finden.”
neukölln sei schon ok, aber ihm fallen sofort drei punkte ein warum er seine alte heimat vermisst. “1. die kreuzberger sind viel freundlicher und offener – die gehen auf einen zu – hier sind die leute zurückhaltender.
2. in kreuzberg wird einem nie langweilig, da ist immer was los!
3. der großteil meines freundeskreises ist noch dort und einem ist natürlich vieles vertraut, weil man als kind schon dort gewohnt hat. treffpunkt ist und bleibt kreuzberg.

Tagged with:
 

berlin, micha, rixdorf, neukölln, kneipe

micha; 61; kneipenbesitzer;
der micha hat seine jugend in rudow verbracht und seit 1969 lebt er in rixdorf. bei einem eisenwarenhändler war er als verkäufer angestellt und nachdem der pleite machte ging sein eigentlicher traum in erfüllung: “eine eigene kneipe zu haben war eigentlich immer mein jugendtraum. ich muss das wohl von meiner oma geerbt haben, die war auch in der gastronomie tätig.”
98% seiner kundschaft sind stammgäste die abends vorbeischauen, aber das tagesgeschäft hat sich drastisch verändert – “die älteren, die auch tagsüber gekommen sind sterben mir weg. allein in den letzten 3 jahren waren es 16 leute. das ist natürlich traurig. es gibt aber auch einen dart-club, der zieht auch junge gäste an. man schlägt sich halt so durch. lieber ein spatz auf dem dach als ne tote taube auf der erde!”
micha steht 7 tage die woche hinter dem tresen, das ist sein selbstgeschaffener mikrokosmos und schmunzelt: “von berlin bekomm ich wenig mit, das kann ich kaum beurteilen. alle 5 jahre fahr ich mal zum potsdamer platz, dort bekomm ich dann einen schreck, dann geht’s wieder nach rixdorf.” schade findet er, dass die karl marx straße so verramscht ist. “das war mal die fünft beliebteste einkaufsstraße berlins, aber kein wunder, sie hat sich halt dem niveau angepasst. jeder 4. hier ist hartzer.” mit dem vermieter versteht er sich gut und muss keine saftige mieterhöhung befürchten. “10 jahre will ich hier gern noch machen, dann können sie mich von hier raustragen.”

Tagged with:
 

berlin, gabriela

gabriela; 51; sozialarbeiterin;
die gabriela ist grad auf dem weg von der arbeit nach hause. sie lebt seit kurzem in weißensee, dort ist es ruhiger und das genießt sie. eigentlich kommt sie aus limburg, aber der druck des doms war dort einfach zu groß, wie sie sagt und zog deswegen vor 28 jahren nach berlin – zuerst kreuzberg und nach der wende friedrichshain.
“in berlin fühlt man sich nicht beobachtet und egal wie man sich entwickelt man hat hier alle möglichkeiten und viele ansprechpartner!”

Tagged with:
 

berlin, leila, neukölln

leila; 33; fotografin;
ihre eltern haben sich 1971 am goethe-institut in berlin kennen gelernt und irgendwie hat sie das immer ein bißchen im hinterkopf, so als wäre es der wahre beginn ihrer geschichte. die leila lebt eigentlich in paris und über die jahre hinweg ist berlin so was wie ihre zweite heimat geworden, oder vielleicht besser gesagt eine art muse.
neben all der inspiration findet sie es spannend die rasanten veränderungen der stadt wahr zu nehmen. “schockiert bin ich oft von den massen an touris, vor 10 jahren war’s das gegenteil!”

Tagged with:
 

berlin, ashraf, mitte, kairo

ashraf; 40; kellner und berater;
der ashraf ist gebürtiger ägypter und seit 10 jahren berliner.
“berlin war schon immer der gedanke und schlussendlich die familienzusammenführung!” lacht er zufrieden. “kairo ist ein riesen moloch – berlin ersetzt das! …multikulti, es gibt alle gesichter hier – da fühl ich mich sicher!”

Tagged with:
 

jason, jeff, neuseeland, exkursion, portrait, christchurch

jason; 46; genießer;
jeff; 21; lebt das leben;
die beiden haben sich gerade beim breakdancen kennen gelernt, obwohl es so wirkt als würden sich die beiden schon ewig kennen. sie leben beide in christchurch. die stadt wurde vor fast 4 jahren von 2 heftigen erdbeben erschüttert. das ehemalige downtown ist bis heute nicht wieder zu erkennen und über der stadt schwebt die atmosphäre eines schweren traumas aber auch des aufbruchs und der hoffnung. der jason sagt:”deswegen bin ich eigentlich hier her – alle haben die stadt verlassen, also dacht ich mir, dann komm halt ich! es ist toll zu erleben wie sich christchurch neu aufbaut und sich wieder selbst erfindet.” die vielen entstandenen wastelands werden nun zum beispiel in gemeinnützige projekte umgewandelt.
was die beiden noch eint ist ihre liebe zum old school hip-hop. “die gangster haben hip-hop zwar berühmt gemacht, aber ich versuche das ganze wieder zurück an die wurzel zu bringen: gemeinsamkeit, zusammen zu kommen und auf der straße spaß zu haben!”
zu berlin fällt ihnen noch folgendes ein: die mauer, graffiti, tolle autos, schöne frauen und bier.

Tagged with:
 

lucas, mitchell, neuseeland, exkursion, portrait

lucas; 12; schüler;
mitchell; 12; schüler;
für die beiden ist neuseeland ein super ort zum relaxen. sie gehen gerne fischen und mögen die ruhigen strände. was ihnen stinkt…wenn müll und zerbrochene flaschen irgendwo rumliegen. auf die frage wo sie berlin vermuten würden, sagt der mitchell etwas verlegen: “das haben wir in der schule leider noch nicht gelernt, aber ich könnte mir vorstellen vielleicht irgendwo im indischen ozean oder in kanada.”
wenn sie größer sind wollen sie auf reisen gehen – darauf freuen sie sich schon wahnsinnig.

Tagged with:
 

katrina, neu seeland, exkursion, portrait

katrina; 52; kellnerin;
die katrina lebt in marlborough auf der südinsel und bezeichnet sich selbst als echtes south island girl. “die leute auf der südinsel sind gechillter, offener und akzeptieren andere viel schneller – auf der nordinsel ist es etwas anders und es gibt mehr spannungen.”
sie selbst hat 10 jahre lang in london gearbeitet und war 1987 und nach der wende eine weile in kreuzberg. die hausbesetzerszene hat sie fasziniert und die ganze atmosphäre drumherum in der stadt. 2 erinnerungen hat sie noch immer zuhause eingerahmt im wohnzimmer hängen. zum einen eine urkunde “kellnerin des monats” von einem londoner pub und eine anzeige wegen hausfriedensbruch aus berlin.

Tagged with:
 

berlin, neukölln, portrait

gisela; 78; rentnerin;
die gisela ist eine urneuköllnerin. nur während des kriegs lebte sie mit ihrer familie in niedersachsen. ihr lieblingsort ist der körnerpark. “es gibt keinen grund von hier wegzuziehen, ich habe fast mein ganzes leben hier verbracht, viele bekannte, ja mein ganzes umfeld lebt hier. das ist mein kiez!” von der offenheit und direktheit der berliner ist sie immer hin und weg, die niedersachsen sind viel sturer meint sie zum beispiel.
aus der ruhe bringt sie nur selten etwas, das sind dann meist nur kleinigkeiten, wie beschmierte hauswände: “…wenn schön und es was bedeutet ist das ja ok, aber oft sind das halt nur so kritzeleien.”

Tagged with:
 

berlin, trier, portrait, mitte

marielle; 22; theaterregie;
die marielle wollte was neues erleben, aus ihrer alten stadt trier raus.
seit 3 jahren lebt sie in berlin – sie mag die ganz normale atmosphäre hier und das wasser.
was sie ganz pauschal nicht leiden kann: männer.

Tagged with: