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berlin, friedrichshain

katrin; 35; projektleiterin marktforschung;
für die katrin ist ganz klar: die hohe lebensqualität ist das beste an berlin.
“wenn man das mit paris vergleicht – dort ist alles eng und verschmutzt! außerdem kennt man sich hier im haus zum beispiel, trotz großstadt ist alles nicht so ganz anonym, dieses kiezfeeling halt.” ihre liebelings ecke ist der friedrichhainer nordkiez – der südkiez ist ihr zu anstrengend.

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berlin, hohenschönhausen, tobby

tobby; 28; storemanager;
der tobby hat als kind seine runden auf dem bonanza rund um den stasiknast in hohenschönhausen gedreht. jetzt lebt er an der landsberger allee und arbeitet in seinem laden an der warschauer straße. “berlin ist auf dem weg zurück so pulsierend und großartig wie in den goldenen 20ern zu werden und da kommt noch mehr!” den hohen zuzug, die touris und daraus entstehende vielfalt findet er toll. im shop lernt er so viele leute jeden tag kennen – das bringt spaß.
gentri gehört da dazu, aber das liegt auch an den leuten, wie sie damit umgehen. die berliner sind kiezpantoffeln und wollen nicht weg – man muss sich halt einen besseren job suchen, wenn die mieten steigen. außerdem wird ja auch wieder alles billiger, wenn eine andere stadt angesagt ist.”

berlin, köpenick, annemarie

annemarie; 80; rentnerin;
die annemarie kam 1935 zur welt und mit grad 3 jahren zog sie mit ihren eltern nach berlin – ihr vater hatte hier arbeit gefunden. sie war von anfang an in köpenick zu hause und hat als laborantin an der akademie der wissenschaften gearbeitet. eigentlich ist sie jetzt immer hier in ihrem kiez, früher ist sie aber auch manchmal mit der bahn nach potsdam gefahren. “ich habe alles hier was ich brauche – grad bin ich auf dem weg zum herzsport!” die annemarie ist glücklich, dass sie hier alt werden kann. “alles ist in ordnung, jo!”

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berlin, ümit, kreuzberg, neukölln

ümit; 29; qualitätskontrolleur;
ümit ist frisch gebackener papa und gerade nach neukölln gezogen. “ich bin in kreuzberg aufgewachsen, das ist eigentlich mein bezirk, aber als alleinverdiener war es unmöglich für uns und dem nachwuchs eine größere wohnung dort zu finden.”
neukölln sei schon ok, aber ihm fallen sofort drei punkte ein warum er seine alte heimat vermisst. “1. die kreuzberger sind viel freundlicher und offener – die gehen auf einen zu – hier sind die leute zurückhaltender.
2. in kreuzberg wird einem nie langweilig, da ist immer was los!
3. der großteil meines freundeskreises ist noch dort und einem ist natürlich vieles vertraut, weil man als kind schon dort gewohnt hat. treffpunkt ist und bleibt kreuzberg.

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berlin, micha, rixdorf, neukölln, kneipe

micha; 61; kneipenbesitzer;
der micha hat seine jugend in rudow verbracht und seit 1969 lebt er in rixdorf. bei einem eisenwarenhändler war er als verkäufer angestellt und nachdem der pleite machte ging sein eigentlicher traum in erfüllung: “eine eigene kneipe zu haben war eigentlich immer mein jugendtraum. ich muss das wohl von meiner oma geerbt haben, die war auch in der gastronomie tätig.”
98% seiner kundschaft sind stammgäste die abends vorbeischauen, aber das tagesgeschäft hat sich drastisch verändert – “die älteren, die auch tagsüber gekommen sind sterben mir weg. allein in den letzten 3 jahren waren es 16 leute. das ist natürlich traurig. es gibt aber auch einen dart-club, der zieht auch junge gäste an. man schlägt sich halt so durch. lieber ein spatz auf dem dach als ne tote taube auf der erde!”
micha steht 7 tage die woche hinter dem tresen, das ist sein selbstgeschaffener mikrokosmos und schmunzelt: “von berlin bekomm ich wenig mit, das kann ich kaum beurteilen. alle 5 jahre fahr ich mal zum potsdamer platz, dort bekomm ich dann einen schreck, dann geht’s wieder nach rixdorf.” schade findet er, dass die karl marx straße so verramscht ist. “das war mal die fünft beliebteste einkaufsstraße berlins, aber kein wunder, sie hat sich halt dem niveau angepasst. jeder 4. hier ist hartzer.” mit dem vermieter versteht er sich gut und muss keine saftige mieterhöhung befürchten. “10 jahre will ich hier gern noch machen, dann können sie mich von hier raustragen.”

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berlin, gabriela

gabriela; 51; sozialarbeiterin;
die gabriela ist grad auf dem weg von der arbeit nach hause. sie lebt seit kurzem in weißensee, dort ist es ruhiger und das genießt sie. eigentlich kommt sie aus limburg, aber der druck des doms war dort einfach zu groß, wie sie sagt und zog deswegen vor 28 jahren nach berlin – zuerst kreuzberg und nach der wende friedrichshain.
“in berlin fühlt man sich nicht beobachtet und egal wie man sich entwickelt man hat hier alle möglichkeiten und viele ansprechpartner!”

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berlin, leila, neukölln

leila; 33; fotografin;
ihre eltern haben sich 1971 am goethe-institut in berlin kennen gelernt und irgendwie hat sie das immer ein bißchen im hinterkopf, so als wäre es der wahre beginn ihrer geschichte. die leila lebt eigentlich in paris und über die jahre hinweg ist berlin so was wie ihre zweite heimat geworden, oder vielleicht besser gesagt eine art muse.
neben all der inspiration findet sie es spannend die rasanten veränderungen der stadt wahr zu nehmen. “schockiert bin ich oft von den massen an touris, vor 10 jahren war’s das gegenteil!”

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berlin, ashraf, mitte, kairo

ashraf; 40; kellner und berater;
der ashraf ist gebürtiger ägypter und seit 10 jahren berliner.
“berlin war schon immer der gedanke und schlussendlich die familienzusammenführung!” lacht er zufrieden. “kairo ist ein riesen moloch – berlin ersetzt das! …multikulti, es gibt alle gesichter hier – da fühl ich mich sicher!”

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jason, jeff, neuseeland, exkursion, portrait, christchurch

jason; 46; genießer;
jeff; 21; lebt das leben;
die beiden haben sich gerade beim breakdancen kennen gelernt, obwohl es so wirkt als würden sich die beiden schon ewig kennen. sie leben beide in christchurch. die stadt wurde vor fast 4 jahren von 2 heftigen erdbeben erschüttert. das ehemalige downtown ist bis heute nicht wieder zu erkennen und über der stadt schwebt die atmosphäre eines schweren traumas aber auch des aufbruchs und der hoffnung. der jason sagt:”deswegen bin ich eigentlich hier her – alle haben die stadt verlassen, also dacht ich mir, dann komm halt ich! es ist toll zu erleben wie sich christchurch neu aufbaut und sich wieder selbst erfindet.” die vielen entstandenen wastelands werden nun zum beispiel in gemeinnützige projekte umgewandelt.
was die beiden noch eint ist ihre liebe zum old school hip-hop. “die gangster haben hip-hop zwar berühmt gemacht, aber ich versuche das ganze wieder zurück an die wurzel zu bringen: gemeinsamkeit, zusammen zu kommen und auf der straße spaß zu haben!”
zu berlin fällt ihnen noch folgendes ein: die mauer, graffiti, tolle autos, schöne frauen und bier.

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lucas, mitchell, neuseeland, exkursion, portrait

lucas; 12; schüler;
mitchell; 12; schüler;
für die beiden ist neuseeland ein super ort zum relaxen. sie gehen gerne fischen und mögen die ruhigen strände. was ihnen stinkt…wenn müll und zerbrochene flaschen irgendwo rumliegen. auf die frage wo sie berlin vermuten würden, sagt der mitchell etwas verlegen: “das haben wir in der schule leider noch nicht gelernt, aber ich könnte mir vorstellen vielleicht irgendwo im indischen ozean oder in kanada.”
wenn sie größer sind wollen sie auf reisen gehen – darauf freuen sie sich schon wahnsinnig.

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