Currently viewing the tag: "portrait"

lucas, mitchell, neuseeland, exkursion, portrait

lucas; 12; schüler;
mitchell; 12; schüler;
für die beiden ist neuseeland ein super ort zum relaxen. sie gehen gerne fischen und mögen die ruhigen strände. was ihnen stinkt…wenn müll und zerbrochene flaschen irgendwo rumliegen. auf die frage wo sie berlin vermuten würden, sagt der mitchell etwas verlegen: “das haben wir in der schule leider noch nicht gelernt, aber ich könnte mir vorstellen vielleicht irgendwo im indischen ozean oder in kanada.”
wenn sie größer sind wollen sie auf reisen gehen – darauf freuen sie sich schon wahnsinnig.

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katrina, neu seeland, exkursion, portrait

katrina; 52; kellnerin;
die katrina lebt in marlborough auf der südinsel und bezeichnet sich selbst als echtes south island girl. “die leute auf der südinsel sind gechillter, offener und akzeptieren andere viel schneller – auf der nordinsel ist es etwas anders und es gibt mehr spannungen.”
sie selbst hat 10 jahre lang in london gearbeitet und war 1987 und nach der wende eine weile in kreuzberg. die hausbesetzerszene hat sie fasziniert und die ganze atmosphäre drumherum in der stadt. 2 erinnerungen hat sie noch immer zuhause eingerahmt im wohnzimmer hängen. zum einen eine urkunde “kellnerin des monats” von einem londoner pub und eine anzeige wegen hausfriedensbruch aus berlin.

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berlin, neukölln, portrait

gisela; 78; rentnerin;
die gisela ist eine urneuköllnerin. nur während des kriegs lebte sie mit ihrer familie in niedersachsen. ihr lieblingsort ist der körnerpark. “es gibt keinen grund von hier wegzuziehen, ich habe fast mein ganzes leben hier verbracht, viele bekannte, ja mein ganzes umfeld lebt hier. das ist mein kiez!” von der offenheit und direktheit der berliner ist sie immer hin und weg, die niedersachsen sind viel sturer meint sie zum beispiel.
aus der ruhe bringt sie nur selten etwas, das sind dann meist nur kleinigkeiten, wie beschmierte hauswände: “…wenn schön und es was bedeutet ist das ja ok, aber oft sind das halt nur so kritzeleien.”

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berlin, trier, portrait, mitte

marielle; 22; theaterregie;
die marielle wollte was neues erleben, aus ihrer alten stadt trier raus.
seit 3 jahren lebt sie in berlin – sie mag die ganz normale atmosphäre hier und das wasser.
was sie ganz pauschal nicht leiden kann: männer.

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berlin, kathrin, kreuzberg

kathrin; 35; pharmareferentin;
die kathrin ist in berlin aufgewachsen und lebt mit ihrer familie in kreuzberg. eigentlich würden sie mit dem kind gern in eine größere wohnung ziehen und im kiez bleiben, aber das ist ein ding der unmöglichkeit. “für ein etwas größeres zuhause müssten wir hier nun ca. das 3-fache an miete bezahlen! berlin entwickelt sich in richtung münchen und die urberliner werden aus der stadt verdrängt – das ist sehr traurig!”

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berlin, volker, mitte

volker; 72, selbstständiger kaufmann;
der volker kommt ursprünglich aus paderborn und seit 1992 ist er in berlin zu hause. in den ersten drei jahren ist er ganze achtmal umgezogen und hat somit gleich einige kieze kennen gelernt. seinen lebensmittelpunkt hat er aber dann schnell in mitte gefunden: “1. perspektivisch und strategisch aus geschäftlicher sicht – 2. wegen meinen interessen: kunst und bibliotheken, das ist alles hier! – 3. auch im alter ist alles gut zu erreichen wegen der kurzen wege.”
er schätzt auch die vielen kleinen spielplätze und wenigen freiflächen, die es noch gibt, wenngleich er aber für die bebauung des tempelhofer feld gestimmt hat. “diese blockade finde ich falsch. berlin braucht die fläche um bezahlbaren wohnraum zu schaffen. das war eine kurzsichtige entscheidung, und ich sag das, obwohl ich damals mitgründer der grünen war.”

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berlin, katja, mitte

katja; 34; verkäuferin;
die katja ist in berlin geboren und lebt im prenzlauer berg. ihr ganzes leben will sie hier aber nicht verbringen – “die stadt ist einfach zu hektisch und die leute könnten auch freundlicher sein.”

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berlin, andreas, midas, neukölln

andreas; 34; druckspezialist, spieleerfinder, preisboxer;
2008 hat es den andreas nach berlin verschlagen und wohnt seither dem, wie er sagt, untergang bei. “es ist spannend berlin dabei zuzusehen, wie schnell es sich verändert. vor einigen jahren machte jede woche ein neues unkommerzielles projekt auf – heute macht jede woche eines zu. es geht uns wie könig midas, alles was wir anfassen wird zu gold – und dann können wir es uns selbst nicht mehr leisten.”

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berlin, can, türkei, mitte, wedding

can; 49; friseur;
der can ist in der türkei aufgewachsen und lebt seit 1976 im wedding.
seit seiner ankunft in berlin ist er nie wieder zurück in seine alte heimat.
er weiß auch nicht wirklich warum: “…einfach so, ich sage immer: nächstes jahr bestimmt, aber daraus wird nie etwas. es kommt dann halt die familie hier her auf besuch.”
an berlin schätzt er die großen schönen straßen und das gute essen.
der can kann’s aber gar nicht erwarten über die dunklen, schlechten seiten der stadt zu sprechen: am schlimmsten findet er nämlich die spielautomatencasinos an jeder ecke!
“anstatt das geld dort reinzuwerfen, sollen sie ihren kindern was vernünftiges zu essen kaufen oder urlaub machen! das macht alles kaputt – so viele familien haben sich deswegen schon scheiden lassen!” eine lösung hat er so auch schon parat:”drogen weg, automaten weg und mehr disziplin, denn zu viel freiheit ist auch nicht gut.”

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berlin, susana, brasilien, mitte

susana; 42; fotografin;
die susana kommt aus brasilien und besucht berlin einmal im jahr. ihr vater ist nämlich professor an der humboldt uni, das sei aber nicht der einzige grund: die oper hat es ihr auch sehr angetan.
die leute in berlin findet sie nicht sehr nett, aber auch nicht so schlimm, wenn gleich sie hinzufügt, dass sie freundlicher geworden sind, verglichen mit 1996. damals hat sie ein ganzes jahr hier gelebt und keine freunde gehabt. “jetzt ist es eine bessere mischung, oder vielleicht hat sich das auch durch das internet verbessert.”

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