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die marion und die patricia, getroffen und kennen gelernt an der frankfurter allee - ringbahn special

marion; 43; köchin;
patricia; 17; schülerin
die beiden waren grad beim arzt in f’hain
und fahren jetzt wieder zurück in ihren heimatbezirk wedding.
dort sind sie jedoch gar nicht glücklich. die patricia
findet’s blöd in ihrem kiez – da gibt’s so viele
aggressive leute, sagt sie. “wir wohnen im erdgeschoss, da gehen
schon mal die fenster kaputt. die schmeißen mit steinen und müll.”
lieber würden sie eigentlich nach f’hain ziehen.
“da hat man alles, auch mehr angebot beim einkaufen und kürzere wege.”

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dogan; 43; spätiverkäufer;
1980 wanderte der gebürtige türke nach deutschland aus.
hier angekommen verdingte er sich als fußbodenleger.
so richtig glücklich wurde er damit aber nicht und am
bau zahlen die leute nicht, sagt er. eine weile hat’s gedauert,
aber seit fast 4 jahren ist er der stolze späti international!
sieben tage die woche im laden, seine frau hält morgens die
stellung und der dogan dann bis spät nachts… “ein traumjob
ist das auch nicht unbedingt, aber wenn’s nicht langweilig ist,
weil grad niemand da ist, tut sich immer was hier,
und das ist schön so!” ihm ist’s wichtig seinen freunden
(apropos das deutsche “der kunde ist könig” spielt’s nicht
beim dogan! alle, die kommen, sind freunde!) was zu bieten,
ein sozialer treffpunkt zu sein. so kommen leute um der musik
zu lauschen, die er auflegt (meist ausgefallene äthiopische
hingaben, oder seine favourites pink floyd und vieles mehr)
oder man bringt selbst seinen usb stick mit, am sonntag
um tatort zu kucken, ausstellungen zu organisieren,
zu heißen sommertagen gab’s mal eine von ihm installierte dusche
vor dem laden, doch die musste aufgrund berlins liebster
spaßverderber, dem ordnungsamt wieder weichen.
live musik gab’s auch mal, aber leider nur einmal und endete
mit einer saftigen geldstrafe …das nervt ihn schon sehr hier…
während wir quatschen kommt der wenzel in den laden:
“…das ist hier alles sehr familiär, man lernt die ganze
familie kennen, wenn man mal kein geld hat, muss man auch nicht
bezahlen, oder man kann sich einen fernseher ausleihen,
da fällt mir ein, ich hab noch deinen föhn, dogan”
man hilft sich gegenseitig. hat der dogan mal ein computerproblem,
sowas ist rasch gelöst. manchmal knallt’s auch richtig, sagt er,
und der wenzel bestätigt das mit einem verschmitzten lächeln.
“ab und zu hat man frust und den muss man dann einfach rauslassen,
aber am nächsten tag sind alle wieder freunde!”
wie’s zum namen kam? freunde hatten den vorgeschlagen:
“international – hier leben ja menschen aus aller welt!”

>>> späti international, weserstraße 190

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olaf; 43; ladenbesitzer;
berlin heißt kultur der veränderung, sagt der olaf. “nichts ist
gesetzt, es gibt immer neue ideen, man ist offen für neue ideen.”
das symbolisiert für ihn das leben hier und die mentalität berlins.

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beate; 43; kunstmanagerin;
für die beate ist berlin einzigartig, man kann sich hier
wie in keiner anderen stadt probieren. vieles passiert und
tausende projekte werden gestartet. was sie jedoch bekrittelt,
ist die qualität. vieles ist leider dilettantisch und nur weniges
richtig professionell.

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