berlin – der hans-jürgen

hans-jürgen; 62; rentner;
“ich leb schon immer und wahrscheinlich für immer in weißensee. ich kenn hier jeden baum persönlich, aber ja, so schön wie früher ist es hier schon lang nicht mehr. niemand kümmert sich um etwas, alles verkommt. die 1 euro-jobber, die hier rund um den see gearbeitet haben wurden von passanten bespuckt, jeder macht was er will – ich versteh das nicht, aber das it wohl der zahn der zeit.
ich bin leider frührentner, ich hab am bau gearbeitet, brücken saniert bis mich eine zecke gebissen hat und ich mich nicht mehr bewegen konnte. dann war alles vorbei – die ärzte haben gesagt, dass ich eine klatsche habe, die haben mich weder ernst genommen, noch unterstützt. für die zukunft wünsch ich mir, dass es einfach irgendwie weitergehen kann.”

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