manfred; 78; rentner;
der manfred ist eigentlich aus hamburg,
und vor 15 jahren wegen einer frau in berlin gelandet.
in der alten heimat hat er natürlich auch viele
freunde, deswegen ist er immer 3 tage hier und 3 tage dort.
herausragend in berlin findet er das kulturelle angebot:
groß, gut, felxibel.
nerven tut ihn nix: “ich hab die ruhe weg!”
fung-yi; 20; student;
der fung-yi ist reinickendorfer.
“es ist ruhig hier, nicht so wie in wedding zum beispiel,
und bequem – man muss nicht weit fahren um alles zu bekommen,
also egal jetzt ob möbel oder party!”
…aber seine lieblingsecke ist ganz berlin, sagt er.
“es gibt kein ort in berlin wo ich ungern bin!”
…nervtötend? die s-bahn halt.
simea; 28; holzbildhauerin;
lena; 29; holzbildhauerin;
die beiden schweizerinnen leben seit einigen jahren in Berlin.
zu beginn hatten sie ihre werkstatt am prenzlauerberg,
dann ging’s nach neukölln, und bald weiter nach lichtenberg.
ihnen gefällt hier die illusion eines nicht gentrifizierten kiezes
und deren wunderschönen anfänge.
was ihnen nicht gefällt: harry gerlach.
silvia; 38; erzieherin;
die silvia ist nicht sehr glücklich in berlin,
früher hat sie lieber hier gewohnt.
sie ist deutsch-muslimin und hat tag für tag mit rassismus zu kämpfen.
“…jetzt wohne ich am winterfeldplatz, die leute kucken einen hier
ständig an wegen dem kopftuch und haben vorurteile, dass ich dumm
und unfreundlich sei. da hilft auch kein freundliches lächeln,”
sagt sie resignierend.
“um’s eck in der pallasstraße wo eher hartz 4 leute leben,
wird man respektiert und da gibt’s keine vorurteile.
den unterschied spürt man extrem!”
neben diesen scheußlichkeiten mag sie aber den sommer sehr gern
in berlin und einen “mexikanischen” spielplatz in der nähe,
wo sie viel zeit mit ihrem kind verbringt.
wäre es möglich vor einer menge von leuten eine rede zu halten,
würde sie das sofort tun!
siegfried; 85; rentner;
der siegfried ist im damaligen ostpreußen geboren,
und 1929 nach berlin übersiedelt.
all die jahrzehnte lebte er hier und was er am meisten
mag: die leute, wie sie untereinander so sind,
nämlich kumpelhaft und hilfsbereit.
dass die stadt so grün ist, wie keine andere,
findet der siegfried natürlich auch toll.
was ihn nervt: es gibt einfach zu viele hunde…
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