madelief; 24; studentin;
die niederländerin ist für 3 monate auf besuch in berlin.
sie liebt die atmosphäre hier; das gefühl, dass alles möglich ist.
genau das jedoch, die vielen möglichkeiten, die man hat,
beängstigt sie aber auch ein bißchen.
seydou; 33; hilfskoch;
sumou; 1;
der seydou mag die mischung an leuten in berlin – multikulti,
und in den vielen parks sparzieren gehen.
leider passiert’s oft, dass er hier von leuten auf grund
seiner hautfarbe beleidigt wird! nach lichtenberg oder marzahn
traut er sich nicht mehr, da hat er schon schlimmes erlebt.
“vor berlin habe ich 3 jahre in hamburg gelebt, dort ist mir
persönlich derartiges nicht widerfahren,” sagt er geknickt.
pieces of berlin goes vienna!
heute; 24.5; ab 19:00; vernissage @ 365 fox house;
wien; westbahnstraße 11-13;
lutz; 54; kunststoffschlosser;
“in berlin fühlt man sich heimelich!”
der lutz lebt seit 30 jahren in neukölln und er mag
vor allem das vertraute hier, man kennt alles,
der dörfliche charakter seines kiezes, es ist friedlich,
jeder kommt miteinander aus.
was nervt? der dreck = die zerdepperten flaschen,
sperrmüll auf den straßen.
jakob; 21; praktikant;
der jakob lebt seit einem jahr in berlin.
sein umfeld hier und die leute findet er super.
er ist zufrieden. jedes wochenende gibt’s flohmarkt
und die straßen sind nie leer – toll!
der berlin-hype nervt den jakob aber sehr,
und meint aber, dass sich der wohl selbst irgendwie
regulieren wird.
petra; 44; hausfrau;
die petra ist gebürtige berlinerin, aber mittlerweile
nach brandenburg mit ihrer familie geflüchtet.
viel zu viel stress, hektik und ihr ist alles zu kriminell
und aggressiv in der stadt geworden.
“als mein junge zum ersten mal in die disco ging, kam er gleich
nach einer stunde mit einem blauen auge nach hause!”
ihr neues domizil ist ruhig und da kann man nachts sogar
die fenster offen lassen.
die umstellung zum landleben war aber natürlich schon groß.
“die öffis sind super in berlin, da braucht man kein auto,
und wenn man nachts um 3 einen döner will, hat man eben
pech hier draußen.”
bismark; 53; arbeitslos;
geboren wurde der bismark in den usa, mit 4 jahren
ging’s jedoch nach ghana und seit nun 20 jahren lebt er
in berlin. “ich bin sehr gern hier und bin ja schon fast
ein berliner” sagt der bismark lachend.
leider ist ihm recht langweilig ohne job, die chancen
stehen schlecht im jobcenter. meist geht er spazieren.
was ihm noch besonders gut gefällt an berlin: die schönen frauen.
was er gern ändern würde: hunde abschaffen, die herumliegende
notdurft der vierbeiner nervt ihn gewaltig!
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